dxlAPRS Tools Grundinstallation

Stand: 6. September 2018

Zur Vorbereitung des Empfangs von Wettersonden oder APRS mit den dxlAPRS Tools ist eine Grundinstallation erforderlich, welche hier beschrieben werden soll. Die Angaben basieren auf der Nutzung eines RaspberryPi 2 oder 3 mit Raspbian als Betriebssystem. Es ist auch möglich die Tools auf anderen Linux-Systemen zu nutzen bzw. diese dort selbst zu kompillieren. Die Beschreibung kann für diese Anwendungsfälle sinngemäß genutzt werden.

Vorbereitung

Installation eines aktuellen Raspbian Betriebssystems auf einer SD-Karte

  • Downloadquelle: https://www.raspberrypi.org/downloads/raspbian/
  • Herunterladen von „Raspbian Stretch with Desktop“
  • Entpacken der ZIP Datei und überspielen des Images auf eine SD-Karte mit dem Win32DiskImager (eine 4 GB Karte reicht aus)
  • Für den ersten Start und die Vorbereitung des Systems sollte man nun den RaspberryPi an einen Monitor anschließen und sowohl Maus als auch Tastatur anschließen.
  • Nach dem ersten Start passt das System die Partitionsgrößen an
  • Beim zweiten Start geht es sofort in die grafische Oberfläche, wo weitere Einstellungen abgefragt werden (z.B. WLAN Netzwerk, Kennwortänderung, Ländereinstellungen etc.) und anschließend ein System-Update durchgeführt wird.

Folgende Einstellungen werden empfohlen, sind aber nicht zwingend notwendig:

  • Einstellen des Host-Namens des Rechners
    • mit sudo raspi-config und dann unter Network-Options und Hostname
  • Aktivieren von SSH und VNC (über SSH kann man remote via Putty eine Konsole öffnen; mit VNC ist eine komplette Remotebedienung der grafischen Oberfläche möglich; Download der Clients unter https://www.realvnc.com/de/connect/download/viewer/)
    • Aktivieren mit sudo raspi-config unter Interfacing Options
    • Oder in der grafischen Oberfläche im Startmenü unter EinstellungenRaspberry-Pi-Konfiguration, Schnittstellen
  • Wer später lieber auf der Konsole mit Putty arbeitet anstatt auf der grafischen Oberfläche, dem empfehle ich die Installation des Midnight Commanders
    • sudo apt-get mc

Danach kann man den RaspberryPi auch solo rumstehen lassen und vom normalen PC aus arbeiten mit Putty oder dem VNCviewer.

Für die spätere Nutzung von SDR-Sticks müssen noch folgende Programmpakete installiert werden:

sudo apt-get install gnuradio
sudo apt-get install xfce4-terminal
sudo apt-get install gr-osmosdr

Die Pakete gnuradio-dev und rtl-sdr werden bereits durch das gnuradio Paket installiert, wenn man alle Abhängigkeiten bestätigt.

Installation der dxlAPRS Tools

Für die Grundinstallation gibt es zwei Möglichkeiten, eine Online- und eine Offline-installation. Bei der Online-Installation ist eine aktive Internetverbindung während der Installation notwendig. Für die Offline-Installation ist nur das vorherige herunterladen des Archivs notwendig, z.B. auf einen USB-Stick.

Online-Installation

  • Herunterladen des aktuellen Pakets aus dem ÖVSV-Wiki.
    • Für RaspberryPi 2 bzw 3 wird das Paket "ARMv7hf" benötigt.
    • Hinweis: Hannes OE5HPM hat meine Anregung für gut befunden, zukünftig auch das reine Installationsskript als Download anzubieten. Damit wäre der Download der kompletten Datei unnötig.
  • Für die Online-Installation wird aus dem Archiv nur die Datei /scripts/updateDXLaprs benötigt.
    • Die Datei updateDXLaprs muss in das Home-Verzeichnis kopiert werden (in dieser Anleitung gehe ich von folgendem Standard Home-Verzeichnis aus: /home/pi)
    • Wenn die Datei nicht ausführbar ist, kann diese mit dem folgenden Konsolenbefehl ausführbar gemacht werden:
      • chmod 755 updateDXLaprs
      • oder auch alternativ in der grafischen Oberfläche über die Dateieigenschaften, Berechtigungen
  • Falls man sich jetzt noch nicht im Home-Verzeichnis befindet, wechselt man mit dem Befehl cd /home/pi hinein. Dort sollte sich nun die Datei updateDXLaprs befinden, was man mit dem Befehl ls bzw ls -l kontrollieren kann.
    • Das Skript wird nun wie folgt gestartet:
      • ./updateDXLaprs <PLATTFORMNAME>
      • Für den RaspberryPi lautet der Befehl dann so: ./updateDXLaprs armv7hf
    • Das Skript lädt die aktuellste Archivdatei in einen temporären Ordner, erstellt den Ordner /home/pi/dxlAPRS plus diverse Unterordner und kopiert anschließend alle benötigten Dateien in die Ordner.
  • Im Ordner /home/pi/dxlAPRS sollten sich nun die zwei Ordner aprs und aprsmap befinden und gefüllt sein.

Offline-Installation

  • Herunterladen des aktuellen Pakets aus dem ÖVSV-Wiki.
    • Für RaspberryPi 2 bzw 3 wird das Paket „ARMv7hf“ benötigt.
  • Aus dem Archiv muss die Datei /scripts/updateDXLaprs extrahiert und ebenfalls im Home-Verzeichnis /home/pi gespeichert werden
    • Wenn die Datei updateDXLaprs nicht ausführbar ist, kann diese mit dem folgenden Konsolenbefehl ausführbar gemacht werden:
      • chmod 755 updateDXLaprs
      • oder auch alternativ in der grafischen Oberfläche über die Dateieigenschaften, Berechtigungen
  • Falls man sich jetzt noch nicht im Home-Verzeichnis befindet, wechselt man mit dem Befehl cd /home/pi hinein. Dort sollten sich nun die Dateien updateDXLaprs und dxlAPRS_armv7hf-current.tgz (bei den anderen Plattformen ist der Archiv-Dateiname abweichend) befinden, was man mit dem Befehl ls bzw ls -l kontrollieren kann.
    • Das Skript wird nun wie folgt gestartet:
      • ./updateDXLaprs dxlAPRS_armv7hf-current.tgz
    • Das Skript erstellt den Ordner /home/pi/dxlAPRS und kopiert die Dateien aus der Archivdatei in die passenden Ordner bzw. Unterordner.
  • Im Ordner /home/pi/dxlAPRS sollten sich nun die zwei Ordner aprs und aprsmap befinden und gefüllt sein.

Die Grundinstallation ist hiermit erledigt. Es sind nun alle Tools für den Betrieb installiert. Damit anfangen kann man in der Regel aber noch nicht viel. Für den Betrieb ist der Start der einzelnen Programme über die Konsole mit den entsprechenden Parametern notwendig. Ab hier beginnt es kompliziert zu werden. Für die einzelnen Anwendungsfälle (APRS RX, WettersondenRX) werden nach und nach seperate Konfigurations-Anleitungen veröffentlicht.

Aktualisierung der dxlAPRS Programmdateien

Die dxlAPRS Tools befinden sich in permanenter Weiterentwicklung, sodaß es nicht schaden kann, diese Gelegentlich zu aktualisieren. Auch dies erledigt das Installationsskript updateDXLaprs.
Dieses wird genauso wie bei der Erstinstallation aufgerufen. Das funktioniert sowohl bei der Online als auch bei der Offline Variante

Beim Erstellen dieser Anleitung haben mir folgende OMs geholfen bzw. haben mich inspiriert:

  • Chris, OE5DXL (Als Namensgeber der dxlAPRS Tools programmiert er die Tools)
  • Hannes, OE5HPM (Sortiert unter anderem die Files und packt die Pakete auf den Server)
  • Fritz, OE1FFS (Hat mich durch seine Sondenseite erst zu dem Thema dxlAPRS gebracht)

Wettersonden Empfang mit RaspberryPi und SDR Stick

Am Sonntag den 5.8.18 war Dieter DG2NBN misteriösen Wettersonden auf der Spur, welche mutmaßlich südlich von Coburg gestartet wurden. Eigentlich sehr ungewöhnlich, denn die nächste Wettersondenstation ist in Meiningen bzw. bei Amberg in der Oberpfalz. Als ambitionierten Sondenjäger ließ ihn das keine Ruhe und er machte sich auf die Suche. Fündig wurde er auf dem Flugplatz Steinrücken bei Creidlitz, weniger als 1km Luftlinie von mir entfernt. Als quasi Anwohner habe ich intressanterweise davon erstmal gar nichts mitbekommen. Dort gastierten von Ende Juli bis Anfang August angehende Metereologen (Studenten) der Uni München. Diese absolvierten ein metereologisches Praktikum. Neben diversen Messungen mit digitalen und analogen Meßinstrumenten wurden auch Wetterdaten mithilfe von Segelflügen erhoben. Parallel dazu wurde auch zwei mal am Tag eine Wettersonde gestartet, welche auf 403,0 MHz ihre Telemetrie sendete. Die Starts waren Morgens gegen 7 Uhr und Nachmittags gegen 14 Uhr.

Am Montag den 6.8. machte ich mich gegen 13.30 Uhr auf zum Flugplatz und wollte mir das ansehen. Es war sehr sehr interessant muss ich dazu sagen. Gerade da ich auch am Thema Wetter & Co interessiert bin. Um ca. 14.15 Uhr wurde dann auch tatsächlich wieder eine Radiosonde gestartet. Weiterlesen

5 Element Yagi für Wettersondenempfang

Da ich mich in letzter Zeit mit dem Empfang von Wettersonden beschäftigt habe, habe ich mir dazu eine passende Antenne Antenne entwickelt. Wettersonden senden zwischen 400 und 406 MHz. Man kann dafür sicherlich auch 70cm Amateurfunk Yagis verwenden. Allerdings ist die Richtcharakteristik von 70cm Yagis 30 MHz weiter tiefer deutlich schlechter. Gewinn bricht ein, Vor-/Rückverhältnis ebenfalls. Zum ordentlichen Peilen ebenfalls. Ich habe mir daher eine Antenne von Martin DK7ZB hergenommen (70cm 5 Element Yagi 50 Ohm Design) und diese für den Bereich 400 bis 406 MHz angepasst. Weiterlesen

Wetterstation mit WeeWX und APRS.fi Anbindung

Schon seit längerem Betreibe ich zu Hause eine Wetterstation WX-2013 bzw. WH1080 mit diversen Sensoren. Bereits kurz nach dem Erwerb entschloss ich mich die Daten etwas besser nutzen zu können, im LAN per PC, Smartphone und Tablet. Nach etwas Recherche fand ich die Software WeeWX, welche unter http://www.weewx.com zu bekommen ist. Diese ist auch sehr gut dokumentiert und hat eine große Community.

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Motorola GM1200 als Funkrufsender

Eine kleine (Leidens-)Geschichte. Vielleicht hielft sie mal einem anderen weiter 🙂

Von einem befreundeten OM im OV, Alfred DL8NCE, erwarb ich im April 2018 zwei Motorola GM1200 Mobilfunkgeräte. Dazu musste ich lustigerweise erst zum FunkTag nach Kassel fahren und herauszufinden das er diese Geräte hat. Daraus dachte ich, wollte ich mir eventuell mal einen Repeater bauen – rein interessehalber. Aber es kam anders. Das Thema Funkruf (DAPNET) kam auf im OV (Interesse von DB3NF und DL3MRK). In der DAPNET Wiki ist auch ein schöner Beitrag darüber, wie man das schön mit einem RaspberryPi und z.B. einem GM1200 hinbekommt. Also entschloss ich mich das zu realisieren. Weiterlesen

4 Element Yagi für 50 MHz

Antennebau 4 Element Yagi für 50 MHz nach DK7ZB in 28 Ohm Technik

Dies ist ein weiterer Erfahrungsbericht vom Bau einer Antenne nach DK7ZB. Da ich Anfang 2006 eine Sondergenehmigung für den Betrieb auf 50 MHz erhalten habe, wurde ich recht schnell QRV auf diesem Band. Mein erstes Bauprojekt war eine 3 Element Yagi mit 2,5m Boom nach DK7ZB, zu sehen unter http://dk7zb.darc.de/6m/3-28-250.htm.

Einige Zeit später veröffentlichte Martin, DK7ZB, im „Funkamateur“ ein neues 50 MHz Yagi Design, mit vier Elementen, aber nur 2,2m Boom. Eine Besonderheit war auch, das sie mit normalem 20mm Vierkant Boomrohr und den bekannten Polyamid Elementhaltern aufgebaut wird. Diese Beschreibung ist auch im Internet unter http://dk7zb.darc.de/6m/428-breit.htm zu lesen. Weiterlesen

3 Element Yagi für 50 MHz

Bau einer 3 Element Yagi für das 6m Band im 28 Ohm Design nach DK7ZB

Original Baubeschreibung: http://dk7zb.darc.de/6m/3-28-250.htm

Element Elementposition Elementlänge
Reflektor 0mm 2940mm
Strahler 1320m 2810mm
Direktor 2500mm 2660mm

Als Anfang 2006 in Deutschland für das 6m Band wieder eine Lotterie für Sondergenehmigungen veranstaltet wurde, habe ich einen Antrag abgeschickt und glücklicherweise „gewonnen“. Also musste schnell eine Antenne her. Durchweg positive Erfahrungen hatte ich mit Yagis für 2m und 70cm nach DK7ZB. Auch für 6m hatte er einige „im Angebot“. Es sollte auf jeden Fall eine Yagi in 28 Ohm Technik sein, da sie mit anderen Antennen am Mast problemlos befestigt werden kann. Da es (noch) keine 4 Element Yagi gab und die 5 Element Yagi für meine Zwecke schon zu lang war, entschloss ich mich zum Bau der 3 Element Yagi mit 2,5m Boom. Weiterlesen

3 Element Yagi für 28 MHz

Nachbau einer 3 Element Yagi für 28 MHz im 28 Ohm Design nach DK7ZB

URL: http://dk7zb.darc.de/3-Ele-Kurzwelle/10m-28Ohm.htm

Vorwort:

in diesem Erfahrungsbericht schreibe ich nur meine persönlichen Bauerfahrungen nieder und zeige wie man bestimmte mechanische Probleme beispielsweise handhaben kann. Meine Lösungen sind kein Muss und bestimmt noch verbesserungsfähig. Es dient lediglich als Hilfe für Diejenigen, welche sich durch die Bauanleitungen von DK7ZB über die mechanischen Einzelheiten kein Bild machen konnten und daher nach Ideen suchen. Über positives Feedback würde ich mich aber trotzdem freuen.

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2 Element Yagi für 21 MHz

Bau einer 2 Element Yagi für 21 MHz nach DK7ZB

Vorgeschichte:

Im Herbst 2006 habe ich bereits mit DO3NDW eine 4 Element Yagi für 21 MHz gebaut. Leider ist diese groß und schwer und kann nicht alleine aufgebaut werden. Daher habe ich mich entschlossen für den eigenen Gebrauch eine 2 Element Yagi für 21 MHz zu bauen, welche ich auch notfalls alleine aufbauen kann. DK7ZB Bietet auch dafür eine Bauanleitung:

http://dk7zb.darc.de/2-Ele-Kurzwelle/2-Ele-15m-Ref.htm

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4 Element Yagi für 21 MHz

Bau einer 4 Element Yagi für das 15m Band im DK7ZB Design

Im Herbst 2006 hatte Stefan, DO3NDW, die Idee eine gute Antenne für das 15m Band zu bauen, welche bei Portabeleinsätzen genutzt werden sollte. Nachdem auch er schon viele gute Erfahrungen mit dem Bau von DK7ZB Antennen für 2m und 70cm gemacht hat, fiel die Wahl wieder auf die Designs von Martin, DK7ZB. Er entschloss sich, die 4 Element Variante zu bauen, welche unter http://dk7zb.darc.de/3-Ele-Kurzwelle/4-15m-28ohm.htm veröffentlicht wurde.Nachdem ich schon Erfahrung hatte im Bau von Kurzwellenyagis nach DK7ZB hatte, bot ich ihm meine Hilfe an, die er auch annahm. Weiterlesen