Vergleich von APRS mit AFSK 1200 Baud und LoRa APRS

Am Sonntag den 14.03.2021 habe ich einen Versuch gemacht. Ich wollte LoRa APRS auf 70cm mal austesten und direkt mit 1200 Baud AFSK APRS vergleichen.

Technik:

LoRa APRS: 1 Watt Tracker von OE1ACM an einer 50cm langen Diamond 2m/70cm Magnetfußantenne. Frequenz 433,775 MHz

AFSK APRS: X1C3 Tracker an Kenwood TM G707E mit 10 Watt Ausgangsleistung und fest verbauter 1m langer Diamond 2m/70cm Mobilfunkantenne. Frequenz 432,500 MHz

Technisch war AFSK APRS eindeutig überlegen aufgrund der besseren Antenne und dem zehnfachen der Sendeleistung.

Für den Vergleich wurde der Empfänger von DB0DRH genutzt. Dort tut ein Multi-APRS Gateway seinen Dienst. Für 70cm AFSK ist ein grüner Newgen RTL-SDR USB-Stick verbaut. Für LoRa APRS ist ein Pi-HAT von OE1ACM im Einsatz. Beide Empfänger sind über ein Y-Kabel an der gleichen Antenne angeschlossen, einer vertikalen Duoband-Antenne (ca. 2,5m Länge) – keine Diamond, sondern ein Nachbau. Zwischendrin ist noch ein WiMo 2m/70cm Diplexer.

Die Daten wurden bei DB0DRH direkt abgezapft über die UDPBOX der dxlAPRS Toolchain. Alle dort empfangenen Daten wurden direkt an eine Instanz von APRSMAP gesendet und dort auf der Karte dargestellt.

Das Ergebnis war erstaunlich. Hier der direkte Vergleich:

Empfangene Pakete bei DB0DRH auf 70cm in AFSK 1200 Baud:

Dazu im Vergleich der LoRa APRS Tracker:

Man sieht dass der LoRa Tracker in vielen Bereichen deutlich besser und öfter gehört wurde als der 70cm AFSK Tracker. Und das obwohl der 70cm AFSK Tracker mit 10 Watt und einer besseren Mobilantenne deutlich im Vorteil war. Die Modulationsart macht da schon einiges aus! Ich würde sagen der LoRa APRS Tracker ist direkt vergleichbar mit einem 2m APRS Tracker, wenn nicht sogar besser. Und dabei verbraucht der LoRa Tracker deutlich weniger Energie.

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