LoRa APRS Ausdauertest mit Tracker D und Powerbank

Im Rahmen der Vorbereitungen für den zweiten Startosphärenballonflug vom OV Haßberge B37 habe ich diverse Versuche mit einem Tracker für LoRa APRS durchgeführt. Verwendet habe ich den „Tracker D“ von OE1ACM und OE1CGC, zu finden auf der Seite https://www.lora-aprs.at.

Dieser Tracker soll neben den anderen APRS Nutzlasten im 70cm Amateurfunkbereich LoRa APRS Pakete aussenden. Wir wollen damit einen direkten Vergleich aller Aussendungsmöglichkeiten für APRS im VHF/UHF Bereich machen.

Als Antenne wird ein Eigenbau-Winkeldipol verwendet, der aus RG174 Koaxkabel gebaut wurde. Dazu wurde ein passender SMA-Stecker auf das RG174 gecrimpt, das Kabel abisoliert und der Schirm auf eine Länge von etwa 18cm abgestrennt, damit nur noch Innenleiter und Dielektrikum übrig bleiben. Der Schirm wurde anschließend seitlich wieder angelötet. Dadurch entsteht der Winkeldipol. Er kann direkt an den Tracker angeschraubt werden und ist extrem leicht. Perfekt für den Ballonflug.

Mit einem SWR-Meter habe ich die Antenne dann für 70cm AFu abgestimmt. Die ideale Schenkellänge für 433 MHz beträgt in diesem Fall 16cm. Das SWR beträgt dann auf 433 MHz weniger als 1,1.

Soweit so gut. Aber was verwendet man am besten für die Stromversorgung? Der Tracker hat einen 5 Volt Anschluss über Micro-USB. Diese Spannung sollte deshalb stabil bleiben. Ich habe hin und her überlegt … z.B. drei Lithium Batterien als Batteriepack war eine Idee. Damit kriege ich ca. 5,4 Volt Spannung hin, denn die Lithium Batterien haben ca. 1,8V. Selbst mit etwas weniger als 5V sollte der Tracker auskommen. Notfalls kann man auch einen Spannungsregulierung einbauen.

Aber eigentlich brauchte ich gar nicht so viel Power. Der Tracker hat eine Sendeleistung im Milliwattbereich und verbraucht je nachdem ob er empfängt oder sendet ca.. 100 mA bis 220 mA Strom – nicht viel. Es muss also auch mit weniger „Kapazität“ gehen, und vor allen Dingen auch leichter! Also kam mir die Idee mit einer Powerbank. Da gibt es viele im Angebot, auch ganz kleine und leichte. Ob deren Kapazität ausreicht? Das wollte ich testen.

Im Internet fand ich eine Powerbank von Logilink die mit rund 2200 mAh Kapazität und ca. 60 Gramm Gewicht angeboten wird. Und das zu einem unschlagbaren Preis von weniger als Fünf Euro. Bei dem Preis lohnt sich das Basteln mit Akkupack und Spannungsregler vermutlich gar nicht, also wollte ich das probieren. Das Modell nennt sich Logilink PA0085, Details sind auf der Webseite von Logilink zu finden.

Am 31.07.2020 habe ich dann den ultimativen Test gemacht. Ich habe den Tracker mitsamt dem vorher aufgeladenem Akkupack unter das Terassendach gelegt und einfach laufen lassen. Ausgesendet wurden Zwei bis Drei Pakete pro Minute. Beginn war um 18.28 Uhr, das letzte Paket wurde am Tag darauf um 12.14 Uhr ausgesendet. Das bedeutet, die Laufzeit des Trackers mit der Powerbank betrug fast 18 Stunden! Das ist eine sehr gute Laufzeit, zumindest für unseren Ballonflug, der nur um die drei Stunden dauern wird. Bei dem Preis lohnt sich das basteln eines Akkupacks keinesfalls mehr.

Alle übermittelten APRS Rohdaten habe ich in einer Textdatei gespeichert, sie kann hier heruntergeladen werden: http://www.dl1nux.de/lora-ausdauertest.txt

Stand: 02.08.2020

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