Umbau einer Vaisala RS41 Wettersonde

Wettersonden vom Typ Vaisala RS41 SGP lassen sich für den Amateurfunk wiederverwerten. Die Sonden haben erfreulicherweise einen STM32 Mikrocontroller auf dem Board. damit lässt sich allerhand anfangen. Da die Originalsoftware bisher aber nicht „geknackt“ wurde, blieb nichts anderes übrig als neue Software für die Sonde zu programmieren und damit den Speicher komplett zu überschreiben. Sie kriegt dadurch auch komplett neue Funktionen, die alte Funktionsweise bleibt NICHT erhalten.

Stand: 28.01.2020

Die Grundidee dazu hatte der polnische Funkamateur SQ5RWU. Er schrieb ein Programm welches man auf die Sonde aufspielen konnte. Nach dem umprogrammieren konnte man die Sonde dann für Amateurfunkzwecke nutzen. Die Software von SQ5RWU war allerdings etwas spärlich und umständlich, da für jede Neukonfiguration der Quellcode geändert und neu kompiliert werden musste. Der slowakische Funkamateur OM3BC hat sich dann die Mühe gemacht und die Software komplett neu geschrieben. Die neue Version passt zwar nur gerade so in den Flash-Speicher der Sonde, ermöglicht aber das bequeme Speichern von Einstellungen.

Nach dem Umprogrammieren hat die Sonde drei Betriebsarten:

  • RTTY Bake (USB Mode)
  • CW Bake (USB Mode)
  • APRS Tracker (FM Mode)

Die Sonde kann dann im 70cm Amateurfunkband (430-440 MHz) betrieben werden. Alle drei Betriebsarten können getrennt voneinander konfiguriert und aktiviert werden. Sie arbeiten parallel und unabhängig voneinander. Da die Sonde allerdings nur ca. 60 Milliwatt Sendeleistung hat, ist diese eher nicht für terrestrische Aufgaben geeignet. Für Amateurfunk-Stratosphärenballonmissionen ist sie aber sehr gut geeignet als zusätzliche Nutzlast.

Die Originalbeschreibung von OM3BC findet ihr hier: LINK

Dieser Beitrag dient dazu mehr und ausführlichere Informationen zur Prozedur bereitzustellen, und dazu auch noch in Deutsch. Alle mir bis jetzt bekannten Anleitungen sind nur in Englisch.

Aber schauen wir uns die Sonde erstmal an:

Oberseite:

Unterseite:

Am unteren Ende der Sonde seht ihr einen 10-poligen Datenanschluss. Über diesen kann man die Sonde programmieren. Leider ist hier ein unüblicher Steckverbinder verbaut worden. Es handelt sich hier um einen 10poligen Steckverbinder mit Rastermaß 2,0mm. Man bekommt mit den üblichen Jumper-Kabeln Probleme, da die Pins zu eng beieinander sind, aber dazu später.

Schritt 1: Was benötigt man für den Umbau?

  • Eine funktionierende RS41 SGP Radiosonde von Vaisala
  • Zwei Mignon Batterien (wenn ihr schnell geung wart beim Einsammeln, könnt ihr auch noch die guten Original Lithium-Batterien verwenden)
  • Ein ST-LINK V2 Programmiergerät (Achtung, es gibt zwei Varianten mit unterschiedlicher Pinbelegung!)
  • Einen USB/TTL Wandler
  • Das zu programmierende Software Binärfile von OM3BC ()
  • ST-LINK Treiber für Windows (STSW-LINK009)
  • ST-LINK Programmiersoftware „STM32 ST-LINK Unitlity“ (STSW-LINK004)
  • Unter Umständen benötigt das Programmiergerät noch ein Softwareupgrade (STSW-LINK007)

Hinweis: Die Tools lassen sich von der ST Webseite erst nach einer kostenlosen Registrierung herunterladen!

Schritt 2: Sonde vorbereiten

Die Sonde wird geöffnet indem man an den folgenden beiden Stellen die Klammern zusammendrückt. Manchmal ist es hilfreich dazu zwei Feinmechanik-Schraubendreher zu verwenden.

Schritt 3: Software installieren

Die Software läuft auf allen Windows-PC ab Windows 7. Man installiert der Reihe nach die ST-LINK Treiber (STSW-LINK009) und dann die STM32 Programmiersoftware (STSW-LINK004). Wenn man den ST-LINK V2 Adapter an den USB-Port anschließt und die Software öffnet, wird vermutlich ein Firmwareupgrade benötigt. Sollte dies angezeigt werden, installiert und startet noch die Firmware-Software (STSW-LINK007)

Schritt 4: Verbindung zur Sonde herstellen und programmieren

Schauen wir uns erstmal die Belegung des Sondensteckers an:

1 - GND
2 - Uart3 Rx
3 - Uart3 Tx
4 - PB1 (10k + cap + 10k)
5 - Vcc (Boost out) 5.0V
6 - VBAT 3.3V
7 - RST
8 - SWCLK
9 - SWDIO = SWID
10 - GND

PS: Die Bezeichnungen der Belegung habe ich der Seite vom OM3BC entnommen. Weiterführende Erklärungen dazu habe ich leider nicht.

Zum Programmieren der Sonde benötigen wir nur die folgenden Pins an der Sonde:

1 - GND
8 - SWCLK
9 - SWDIO = SWID

Pin 5 (Vcc (Boost out) 5.0V) kann zur Stromversorgung während des Flashens benutzt werden. Dann wird die Sonde über den ST-LINK Adapter mit Strom versorgt. Ich lasse diesen Pin aber immer weg und nutze die eigene Stromversorgung der Sonde über die zwei Mignonbatterien. Das macht es meiner Meinung nach einfacher.

Die Belegung des ST-LINK V2 Adapters hängt von der Bauform ab. Hier sind beispielhaft zwei Varianten mit ihrer Belegung zu sehen:

Da ich den rechten Adapter besitze, beschreibe ich dessen Anschluss. Bei anderen Modellen bitte die jeweilige Pinbelegung beachten.

Verschaltung RS41 mit dem ST-LINK Adapter

Sonde - Funktion - Pin ST-Link
V2:

1 - GND - 7
8 - SWCLK - 4
9 - SWDIO - 7

Die Pins verbindet man z.B. mit Jumperkabeln. Achtung, bei der Sonde kann es unter Umständen eng werden, da der Stecker 2,0mm Raster hat.

Man verbindet nun den verkabelten ST-LINK Adapter (z.B. mit einem USB-Verlängerungskabel) mit dem PC, wo die Software installiert wurde, und öffnet das STM32 ST-LINK Utility. Hier klickt man nun auf das dritte Symbol von links, „connect to the target“. Nun erscheint eine Warnmeldung dass der Speicher nicht gelesen werden kann.

Can not read memory!
Disable Read Out Protection and retry.

Der Speicher der Sonde ist von Haus aus für das Auslesen geschützt. Um den Schutz aufzuheben, geht man im Menü oben nun unter TARGET > OPTION BYTES und stellt die „Read Out Protection“ auf „Disabled“. Weiterhin muss man unten den Schreibschutz der Sektoren aufheben. Dazu entfernt man alle Häkchen im Abschnitt „Flash sectors protection“ oder klickt auf den Button „Unselect all“. Anschließend schließt man das Fenster mit „Apply“.

Nun lädt man über das Menü FILE > OPEN FILE die zu schreibende Datei „RTTY.HEX“. Sie wird in einem zweiten Reiter neben dem Reiter „Device Memory“ dargestellt.

Anschließend programmiert man die Datei über den Menüpunkt „TARGET > PROGRAM“ in die Sonde. Man kann die geschriebenen Daten auch noch verifizieren lassen, wenn man anstatt „PROGRAM“ den Punkt „Program & Verify“ auswählt.

Mit dem vierten Button trennt man nun die Verbindung zur Sonde und der Vorgang ist damit beendet. Die Sonde ist umprogrammiert.

Schritt 5: Neue Sondensoftware konfigurieren

Um die Sonde zu programmieren schließt man die Sonde über den USB/TTL Wandler an den PC an und verbindet sich mit einem Terminalprogramm auf die Sonde.

Für den Anschluß an den PC benötigt man die folgenden Anschlüsse an der Sonde:

1 - GND
2 - Uart3 Rx
3 - Uart3 Tx

Über den Pin 6 „3.3V“ kann man die Sonde optional über den USB/TTL Wandler mit Strom versorgen. Dann sollte man darauf achten, dass der Wandler auch eien 3,3V Ausgang hat und man diesen Pin benutzt. Manche Wandler haben auch Ausgänge für beide Spannungen, 3,3V und 5,0V. Wie auch beim ST-LINK Adapter reicht es aber aus, die Sonde über die zwei Mignonbatterien mit Strom zu versorgen.

Man verbindet nun die drei Pins auf der Sonde mit den entsprechenden Pins am USB/TTL Wandler. Anschließend startet man sein Terminalprogramm mit einer seriellen Verbindung und einer Geschwindigkeit von 9600 baud auf den COM-Port des Wandlers (siehe Windows Gerätemanager sofern COM Port nicht bekannt). Ich empfehle dazu das bekannt Programm „PUTTY„.

Man öffnet Putty, klickt unter „Connection Type“ auf „Serial“, trägt unter „Speed“ die Baudrate „9600“ ein und wählt unter „Serial Line“ den passenden COM-Port (in meinem Beispiel „COM7“.

Es öffnet sich nun ein schwarzes Terminalfenster. Wenn man die Sonde jetzt einschaltet, erscheint eine kurze Beschreibung des Programmes und ein Prompt.

Hier kann man nun alle möglichen Befehle eingeben, z.B. „help“ – das listet alle verfügbaren Befehle in Englisch auf. Diese sind in der Regel selbsterklärend.

Allowed commands (not case sensitive):
BUTTON on/off – use button to turn off
LEDS on/off – use LEDs
POWER n – rf power n = 0 to 7 (7 is max.)
APRSFRQ n – n = aprs frequency in kHz
RTTYFRQ n – n = rtty frequency in kHz
APRSCALL string – aprs callsign (up to 6 characters)
RTTYCALL string – rtty callsign (up to 15 characters)
CWIDMESS string – cw message (up to 25 characters)
RTTY on/off – send rtty message
HOLDOFF n – n = time between two rtty messages in seconds
BAUD n – n = rtty baudrate (max. 300)
DBITS n – n = rtty databits (7 or 8)
SBITS n – n = rtty stop bits (1 or 2)
SHIFT n – n = 1,2,3,4 or 270,540,810,1080 Hz
TEMP (or TEMPERATURE) on/off – send temperature in rtty messages
ALT (or ALTITUDE) on/off – send altitude in rtty & aprs messages
SPEED on/off – send speed in rtty messages
COURSE on/off – send course in rtty messages
UBAT on/off – send battery voltage in rtty messages
USYS on/off – send system voltage in rtty messages
SAT (or SATELLITES) on/off – send heard satellites in rtty messages
APRS on/off – send aprs messages
SPEEDCOURSE on/off – send speed and course in aprs messages
SYMBOL string – symbol from aprs symbol table (2 characters)
SSID n – aprs ssid n = 1 to 15
RELAY string – aprs relays (WIDE1-1,WIDE2-1)
TXD n – Tx delay n = 10 to 500 ms
MICE on/off – send coded aprs messages in mic-e format
TEL (or TELEMETRY) on/off – send telemetry data in aprs messages
APRS_EVERY n – time between aprs messages is n x holdoff
TAIL_EVERY n – time between tail text is n x aprs time
TTEXT string – tail text (up to 100 characters)
APRS_UBAT on/off – send battery voltage in aprs ttext
WWL on/off – send wwlocator messages
LWWL on/off – send long (10 char.) wwlocator messages
CWID on/off – send cwid messages
CWID_EVERY n – time between cw messages is n x holdoff
CW_SPEED n n = cw speed in wpm
IGATE on/off – monitoring aprs message via UART
NMEA on/off – send MNEA GPGGA message via UART
DISP – show parameters
SERCOM n – speed of serial communication port (n = 300 to 115200)
DEF – set default values
SAVE – save parameters to flash

Änderungen müssen mit dem Befehl „SAVE“ gespeichert werden und werden dann auch quittiert. Können die neuen Werte nicht gespeichert werden, hat man eventuell vergessen den Schreibschutz von den Sektoren zu nehmen vor dem flashen. Dies würde mit einer Fehlermeldung angezeigt werden. Der Schreibschutz lässt sich nur durch erneutes – richtiges – flashen entfernen.

Deutsche Übersetzung der Befehle (vielen Dank an Heinz DC5WW):

ALT – Aktiviert die Höhenübertragung .
APRS – Aktiviert die APRS-Übertragung. On/Off
APRS_EVERY- Dieser Parameter gibt das APRS Sendeintervall in n * HOLDOFF on, hängt also von den RTTY Aussendungen ab. Wenn man kein RTTY macht, kann dieser Wert auf „1“ stehen.
APRS_UBAT – Batteriespannung im APRS-Text senden.
APRSCALL – APRS-Rufzeichen.
APRSFRQ – APRS-Frequenz (empfohlene Frequenz ist 432.500 MHz)
BAUD – RTTY-Übertragungsgeschwindigkeit in Baud.
BUTTON – Dieser Parameter gibt an, ob der Druckknopf zum Ausschalten der Radiosonde verwendet werden kann oder nicht.
COURSE – Übertragung der Bewegungsrichtung.
CWIDMESS – Der Text der CW-Identifikation (Call).
CWID – Aktivierung der CW-Authentifizierung. On/Off
CWID_EVERY – Häufigkeit der CW-Identifikation in Abwechslung mit dem RTTY Signal (bei NUR CW kann hier „1“ rein)
CW_SPEED – Die CW-Geschwindigkeit in WPM.
DBITS – Anzahl der Datenbits. Mögliche Werte sind 7 oder 8.
DEF – Parameter auf Standardwerte setzen.
DISP – zeigt die eingestellten Parameter.
HOLDOFF – Die Zeit zwischen den beiden RTTY-Sendungen.
IGATE – Nachdem der Parameter aktiviert wurde, sendet die Radiosonde einen Text über die serielle Schnittstelle, zu der das iGate eine Verbindung herstellen kann.
LEDS- Sie können Energie sparen, wenn Sie keine LEDs verwenden. Nach 10 Minuten Betrieb werden die LEDs automatisch ausgeschaltet.
LWWL – Langer WW-Locator (10 Zeichen).
MICE – APRS Pakete in Klartext oder mit MIC-E-Codierung.
NMEA – Wenn der Parameter aktiviert wurde, sendet die Radiosonde die standardmäßigen NMEA, GPGGA und GPRMC Daten über die serielle Schnittstelle.
POWER – Ausgangsleistungseinstellung 0 = kleinste, 7 = maximale Leistung (ca. 40 mW).
RELAY – Einstellung des APRS-Pfades (WIDE…)
RTTYFRQ – RTTY-Frequenz. Diese Frequenz gilt auch für die CW-Identifikation.
RTTYCALL – RTTY-Rufzeichen.
RTTY – RTTY Text On/Off.
SAT – Übermittlung der Anzahl der empfangenen GPS-Satelliten.
SAVE – Speichert die eingestellten Parameter.
SBITS – Anzahl der Stoppbits. Mögliche Werte sind 1 oder 2.
SERCOM – Geschwindigkeit der seriellen Kommunikationsschnittstelle ( n = 300 bis 115200) .
SHIFT- Frequenzen. Mögliche Werte: 1-270, 2-540, 3-810, 4-1080 Hz
SPEED – Geschwindigkeitsübertragung aktivieren.
SPEEDCOURSE – Geschwindigkeit und Richtung in APRS-Paketen.
SSID – Die SSID des APRS-Absenderrufzeichens. Mögliche Werte von 0 bis 15
SYMBOL -Zwei Zeichen, die bestimmen, wie die Radiosonde auf der Website www.aprs.fi angezeigt wird. (Symbol der Symboltabelle) .
TAIL_EVERY – Häufigkeit der Übertragung des APRS Kommentar-Textes.
TELEMETRY – Telemetriedatenübertragung.
TEMP – Zum Übertragen der Temperatur im RTTY-Text. (Der Wert ist die Temperatur des Funkchips, nicht die Umgebung.)
TTEXT – Kommentar-Text der APRS Aussendung.
TXD – Das TX-Delay. Möglicher Wert zwischen 10 und 500.
UBAT – Aktiviert die Übertragung der Batteriespannung.
USYS- Aktiviert die Systemspannung. Dies ist ein konstanter Wert nur für das Testen.
WWL – WW Locator senden.

Besonderheiten – bitte beachten:

  • Mit nicht-6-stelligen Rufzeichen gibt es teilweise Probleme. Der APRS Standard schreibt vor, das bei Absender-Rufzeichen weniger als 6 Zeichen der Rest durch Leerstellen aufgefüllt werden muss. Leider hält sich die aktuelle Software (Stand 28.01.2020) von OM3BC nicht an diesen Standard. Je nach verwendeter Dekodersoftware wird das ausgesendete Rufzeichen falsch dekodiert. Die dxlAPRS Software z.B. ersetzt das fehlende Zeichen als Punkt.

    Beispiel eines defekten Paketes:
    0:fm DL0UC.-11 to APBCRS via WIDE1-1 WIDE2-1 ctl UIv1 pid F0 q:91 -2.7dB txd:192ms

    In früheren Versionen konnte man bei der Rufzeicheneingabe (APRSCALL) nach einem z.B. 5-stelligen Rufzeichen eine Leerstelle angeben und speichern. Dies hatte das Problem beseitigt und das APRS-Paket war wieder gültig. In der aktuellen Version geht dies leider nicht mehr, es erscheint die Fehlermeldung „Only letters and numbers are allowed“.  Ich bin bereits mit dem Programmierer OM3BC in Kontakt und versuche das zu klären. Bisher scheint er sich aber des Problems nicht bewusst zu sein.

    Sollte jemand von euch das Problem haben, kann ich gerne eine ältere Version per E-Mail zusenden, bei der es noch funktioniert.

  • Bei der Eingabe in Putty bzw. einem Terminal dürfen keine Tippfehler passieren. Man kann zwar optisch mit der RÜCK-Taste korrigieren, aber die Eingabe wird trotzdem nicht genommen. Falls man sich vertippt hat bei einem Befehl, abbrechen mit ENTER und Befehl erneut eingeben. Nur wenn die Software mit OK! bestätigt, wurde die Änderung auch angenommen.

17 Gedanken zu „Umbau einer Vaisala RS41 Wettersonde

    • Hallo Jens
      Der Temperatursensor wird ja genutzt. Ist aber ungenau. Grundsätzlich würde ich eine erneute Nutzung bei einer gebrauchten Sonde allerdings nicht empfehlen. Nicht umsonst werden die Sonden nicht mehr verwendet. Auch der DWD müsste diese aufwendig neu kalibrieren, da sonst die Messwerte nicht mehr stimmen würden.

  1. Hallo Attila, die Anleitung ist absolute Spitze, vielen Dank dafür. Ich habe meine Sonde im Ursprungszustand getestet. Entsprechend deinen Ausführungen habe ich sie dann umprogrammiert und die entsprechenden Parameter eingestellt. Leider sendet sie nun nichts mehr. Woran kann das liegen? Parameter irgendwo vergessen? Power steht auf 7!
    73 de DL6WAB
    Jürgen

    • Hallo Jürgen
      vielleicht hast du versehentlich die Funktion wieder ausgeschaltet APRS/CW/RTTY. Jede Funktion kann ein oder ausgeschaltet werden. Auch kann es sein, dass sie keinen GPS Empfang hat, dann sendet sie kein APRS aus. Zur Kontrolle würde ich immer CW einschalten. Die CW Bake sendet immer, auch wenn keine Position gefunden wurde. Dann weist du zumindest das sie arbeitet. Wenn alles nichts hilft, einfach über den Reset Parameter die Einstellungen zurücksetzen und nochmal von vorne beginnen 🙂

  2. Hallo,
    Habe jetzt eine RS41 umprogrammiert, läuft auch prima. Nur der Sender schwingt manchmal nicht an (Endstufe?)
    Habe jetzt mal die Antenne vermessen, müsste ja bei 405Mhz 18,5cm bei Lambda/4 sein. Gemessene Länge 14,3 cm? Da geht bestimmt einiges an Leiterbahn mit ein. Habe jetzt den Draht durch einen mit 12,8 cm ersetzt. +4cm liegt er dann bei 17cm, also bei 433mhz. Hast Du nähere Infos über die Antenne der RS41? Habe auch die Massefläche unterhalb der Antenne mit einem 12,8 cm Draht ersetzt (Dipol )
    Jetzt geht es, aber genauere Infos über die elektrische Antenne wären schön.

    • Ich habe neue Erkenntnisse in den Text eingefügt:
      Der „Trick“ mit dem Leerzeichen funktioniert leider nicht mit jeder Version der rtty.hex. Es sind mindestens zwei Varianten im Umlauf. Die Version mit einer Größe von 173 KB ist die, die mit dem Leerzeichen funktioniert. Die kleinere mit 124 KB Größe, lässt das leider nicht zu. Diese ist auch bei OM3BC aktuell verlinkt.
      PS: Ich habe die andere funktioneirende Variante noch auf der Platte und schicke sie bei Bedarf gerne per E-Mail zu.

  3. Hallo
    und Danke für die tolle Anleitung!

    Umstellung lief wie am Schnürchen…
    bis auf das Rufzeichen mit weniger als 6 Zeichen.
    Der Versuch wie in der Anleitung angemerkt, ein Leerzeichen anzuhängen bekomme ich die Fehlermeldung nur Buchstaben und Ziffern erlaubt!
    Ich habe das fertige HEX-File von der Website von OM3BC verwendet.
    Kann mir da jemand weiterhelfen ?
    Danke im Voraus!
    73, Klaus

    • Also bei mir klappt es problemlos. Hier sind meine Parameter für APRS und CW Ausgabe:

      Current parameters:

      BUTTON: ON
      LEDS: ON
      POWER: 7
      APRS FREQUENCY: 432500 kHz
      RTTY FREQUENCY: 434500 kHz
      RTTY: OFF
      RTTY CALLSIGN: NOCALL
      HOLOFF: 10 s
      RTTY BAUDRATE: 100 Bd
      RTTY SHIFT: 570 Hz
      RTTY DATA BITS: 7
      RTTY STOP BITS: 2
      TEMPERATURE: ON
      ALTITUDE: ON
      SPEED: ON
      COURSE: ON
      BATTERY VOLTAGE: ON
      SYSTEM VOLTAGE: OFF
      SATELLITES: ON
      APRS: ON
      APRS CALLSIGN: DL0UC -11
      TX DELAY: 150
      SYMBOL: /O
      APRS EVERY: 1
      SPEED and COURSE: ON
      MIC-E: OFF
      TELEMETRY: OFF
      TAIL TEXT EVERY: 2
      TAIL TEXT: Ballon by DARC B37 http://www.bravo37.de
      APRS_UBAT: ON
      WWL: ON
      LWWL: ON
      CWID: ON
      CWID MESSAGE: >DL0UC/AM BALLOON
      CW ID speed: 60 WPM
      CW ID EVERY: 5
      IGATE: OFF
      NMEA: OFF
      UART: 9600 8-N-1

      Und hier die gesendeten APRS-Pakete:

      sound setfragment returns -1
      0:fm DL0UC-11 to APBCRS via WIDE1-1 WIDE2-1 ctl UIv1 pid F0 q:93 -2.9dB txd:193ms
      !5014.07N/01059.01EO/A=001059000/000 Ballon by DARC B37 http://www.bravo37.de Ubat=3.24V temp=27C
      0:fm DL0UC-11 to APBCRS via WIDE1-1 WIDE2-1 ctl UIv1 pid F0 q:93 -3.1dB txd:221ms
      !5014.07N/01059.01EO/A=001072000/000
      0:fm DL0UC-11 to APBCRS via WIDE1-1 WIDE2-1 ctl UIv1 pid F0 q:88 -3.4dB txd:204ms
      !5014.07N/01059.01EO/A=001079000/000 Ballon by DARC B37 http://www.bravo37.de Ubat=3.22V temp=27C
      0:fm DL0UC-11 to APBCRS via WIDE1-1 WIDE2-1 ctl UIv1 pid F0 q:92 -2.9dB txd:192ms
      !5014.07N/01059.01EO/A=001079000/000
      0:fm DL0UC-11 to APBCRS via WIDE1-1 WIDE2-1 ctl UIv1 pid F0 q:93 -2.7dB txd:200ms
      !5014.07N/01059.01EO/A=001059000/000 Ballon by DARC B37 http://www.bravo37.de Ubat=3.19V temp=27C

    • Freut mich das es klappt. Zusammen mit OE5DXL sind wir bereits an der Analyse. Die APRS Ausgabe der Sonde hat mindestens zwei Fehler. Bei manchen Aussendungen versinkt das letzte Bit in der Versenkung, so dass das Paket nicht dekodiert werden kann. Zum anderen gibt es in der aktuellen Programmversion tatsächlich ein Problem mit kürzeren Rufzeichen. Laut APRS Standard muss bei nicht 6-stelligen Rufzeichen ein Leerzeichen „Blank“ als Platzhalter eingefügt werden. Das passiert bei den neuen Versionen nicht (mehr). In früheren Versionen konnte man das Leerzeichen noch manuell setzen bei der Rufzeichenvergabe. Dies geht aktuell nicht mehr, da die Fehlermeldung erscheint das nur Buchstaben und Ziffern erlaubt sind. Den Beitrag habe ich diesbezüglich angepasst. Mit OM3BC stehe ich in Kontakt, ist aber nicht einfach ihm das zu erklären. Stay tuned.

  4. Hallo,

    super Anleitung, mit dieser klappt es wunderbar.
    Nur habe ich ein Problem wenn ich über die serielle Schnittstelle Parameter ändern möchte werde dabei Zeichen verschluckt, wie z. B. beim Rufzeichen anstatt OE5PMM einmal oepmm oder o5pmm (nur wenn die Befehle länger sind kommt dieses Ereigniss).
    Hat jemand ähnliche Erfahrungen schon gemacht?

    73 Martin

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