Einfache Draht-Groundplane für 7 MHz

Einfache Groundplane Antenne für das 40m Band für temporären Aufbau

Schon lange plante ich eine einfache GP Antenne für 40m zu bauen, welche man bei bestimmten Events wie z.B. Fieldday oder Contest schnell und einfach aufbauen kann. Als ich preiswert an einen 12m GFK Mast der Firma ZK-Antennen kam, konnte ich diesen Plan verwirklichen.

Das Prinzip der Groundplane Antenne ist einfach. Der Strahler ist ein Lambda / 4 langer Draht, welcher senkrecht nach oben ragt. Eine GP braucht aber auch noch ein Erdnetz aus Radialen. Je mehr Radiale eine GP hat, desto flacher wird die Abstrahlung und desto besser ist sie für DX geeignet.

Sofern die Antenne direkt am Boden Montiert ist, reicht es wenn die Radiale flach über den Boden verteilt werden. Wird die Antenne ÜBER Grund aufgebaut, müssen ab einer gewissen Höhe die Radiale diagonal nach unten geführt werden, und auf etwa 50 Ohm Eingangswiderstand zu kommen (wie auch bei UKW Groundplane Antennen). Groundplane Antennen für die Lowbands (unterhalb 10 MHz) werden aber in der Regel direkt am Boden aufgebaut, das Verlegen von Radialen ist also unkritisch. Auch die Länge der Radiale spielt keine Rolle, wenn sie auf dem Boden liegen. Je mehr und je länger desto besser.

Für 40m kann man in der Regel abgestimmt Radiale mit 10m Länge nehmen. Der Strahler sollte auch etwa 10m lang sein. Durch praktische Erfahrung konnte ich aber (zumindest bei meiner Konstruktion) eine optimale Strahlerlänge von 9,5m bestimmen. Es reicht übrigens den Draht am Ende zu knicken und parallel wieder zurück zu führen. Das macht ein späteres Verlängern wieder möglich.

Aufbautechnik:

Ich möchte eine Anschlussdose bauen, an welcher ich nur noch die Radiale und den Strahler anschließen möchte. Damit kann man individuell GP Antennen aufbauen, einfach nur Radiale und Strahler anschließen, und fertig. Man kann so unterschiedliche Drahtlängen vorbereiten, für verschiedene Frequenzen.

Ich verwende eine herkömmliche Elektro-Abzweigdose als Anschlussbox. Diese hat pro Seite drei Durchführungsmöglichkeiten, insgesamt zwölf.

Auf einer Seite schneide ich die mittlere Durchführung auf. Dieses Loch soll mit einer PL-Flanschbuchse versehen werden, zum Anschluss des Koaxialkabels. Die Buchse wird an allen vier Enden mit kurzen 3mm Schrauben an der Box befestigt.

Die Drahtkontakte nach Außen sollen über Bananenbuchsen und -stecker verwirklicht werden. Ich montiere also in allen anderen Seitendurchführungen Bananenbuchsen, dabei achte ich auf eine sinnvolle Farbcodierung. Für den Strahler wähle ich Rot (sinngemäß „+“), für die Radialanschlüsse nehme ich Grün (Schwarz, war leider zu dem Zeitpunkt nicht lieferbar, hi). Da insgesamt 12 Durchführungen vorhanden sind, eine für die Koaxbuchse und eine für den Strahler verbraucht wurde, bleiben 10 übrig für Radiale. Das ist schon mal ein guter Anfang.

Nun verbindet man den Innenleiter der Koaxbuchse mit der Strahler-Buchse und die Radialbuchsen mit dem Gehäuse der Koaxbuchse (z. B. über Kabelschuhe an den Befestigungsschrauben).

Ich habe einfach einen „Erdungsring“ aus Draht rund herum geführt und damit alle Radialbuchsen miteinander verbunden. An beiden Enden ist der Draht mit der Koaxbuchse verbunden.

An alle Radialdrähte und den Strahlerdraht lötet man Bananenstecker fest. Schraubbare Bananenstecker sollten vermieden werden, da sich die Schrauben auch mal lösen können und dadurch der Kontakt sich lösen kann. Gelötet hält besser! Die Drähte lassen sich nun einfach in die Anschlussbox einstecken.

An diesem Beispielaufbau sieht man die fertige Montage der Anschlussdose.

Der Grund für den „schweren“ Mastfuß ist der, dass man so die Antenne komplett alleine Aufstellen kann.

Auf den Mastfuß stecke ich ein Rohr, an welches der GFK Mast gebunden wird. Das Eigengewicht und die Größe des Rades lässt den Mast frei stehen. So kann man sich dann um die Abspannung kümmern.

Sicherlich kann man den GFK Mast auch direkt auf den Boden stellen, jedoch ist dann eine Person oder sonstige Halterung notwendig, die den Mast gerade stehen lässt, während man abspannt.

Der fertige Aufbau sieht dann so aus:

 

73 de Attila, DL1NUX

 

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