APRS Empfang mit RaspberryPi, SDR Stick und den dxlAPRS Tools

Im folgenden Beitrag erfahrt ihr, wie ihr mit den dxlAPRS Tools und einem einfachen SDR Stick ein APRS RX (=nur Empfang) iGate auf zwei Frequenzen (144,8 und 145,825 MHz) betreibt und die empfangenen Daten via Internet oder Hamnet zu den APRS-Servern und/oder zum Kartenprogramm APRSMAP übertragt.

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Umbau einer Vaisala RS41 Wettersonde

Wettersonden vom Typ Vaisala RS41 SGP lassen sich für den Amateurfunk wiederverwerten. Die Sonden haben erfreulicherweise einen STM32 Mikrocontroller auf dem Board. damit lässt sich allerhand anfangen. Da die Originalsoftware bisher aber nicht „geknackt“ wurde, blieb nichts anderes übrig als neue Software für die Sonde zu programmieren und damit den Speicher komplett zu überschreiben. Sie kriegt dadurch auch komplett neue Funktionen, die alte Funktionsweise bleibt NICHT erhalten.

Die Grundidee dazu hatte der polnische Funkamateur SQ5RWU. Er schrieb ein Programm welches man auf die Sonde aufspielen konnte. Nach dem umprogrammieren konnte man die Sonde dann für Amateurfunkzwecke nutzen. Die Software von SQ5RWU war allerdings etwas spärlich und umständlich, da für jede Neukonfiguration der Quellcode geändert und neu kompiliert werden musste. Der slowakische Funkamateur OM3BC hat sich dann die Mühe gemacht und die Software komplett neu geschrieben. Die neue Version passt zwar nur gerade so in den Flash-Speicher der Sonde, ermöglicht aber das bequeme Speichern von Einstellungen.

Nach dem Umprogrammieren hat die Sonde drei Betriebsarten:

  • RTTY Bake (USB Mode)
  • CW Bake (USB Mode)
  • APRS Tracker (FM Mode)

Die Sonde kann dann im 70cm Amateurfunkband (430-440 MHz) betrieben werden. Alle drei Betriebsarten können getrennt voneinander konfiguriert und aktiviert werden. Sie arbeiten parallel und unabhängig voneinander. Da die Sonde allerdings nur ca. 60 Milliwatt Sendeleistung hat, ist diese eher nicht für terrestrische Aufgaben geeignet. Für Amateurfunk-Stratosphärenballonmissionen ist sie aber sehr gut geeignet als zusätzliche Nutzlast.

Die Originalbeschreibung von OM3BC findet ihr hier: LINK

Dieser Beitrag dient dazu mehr und ausführlichere Informationen zur Prozedur bereitzustellen, und dazu auch noch in Deutsch. Alle mir bis jetzt bekannten Anleitungen sind nur in Englisch.

Aber schauen wir uns die Sonde erstmal an:

Oberseite:

Unterseite:

Am unteren Ende der Sonde seht ihr einen 10-poligen Datenanschluss. Über diesen kann man die Sonde programmieren. Leider ist hier ein unüblicher Steckverbinder verbaut worden. Es handelt sich hier um einen 10poligen Steckverbinder mit Rastermaß 2,0mm. Man bekommt mit den üblichen Jumper-Kabeln Probleme, da die Pins zu eng beieinander sind, aber dazu später.

Schritt 1: Was benötigt man für den Umbau?

  • Eine funktionierende RS41 SGP Radiosonde von Vaisala
  • Zwei Mignon Batterien (wenn ihr schnell geung wart beim Einsammeln, könnt ihr auch noch die guten Original Lithium-Batterien verwenden)
  • Ein ST-LINK V2 Programmiergerät (Achtung, es gibt zwei Varianten mit unterschiedlicher Pinbelegung!)
  • Einen USB/TTL Wandler
  • Das zu programmierende Software Binärfile von OM3BC ()
  • ST-LINK Treiber für Windows (STSW-LINK009)
  • ST-LINK Programmiersoftware „STM32 ST-LINK Unitlity“ (STSW-LINK004)
  • Unter Umständen benötigt das Programmiergerät noch ein Softwareupgrade (STSW-LINK007)

Hinweis: Die Tools lassen sich von der ST Webseite erst nach einer kostenlosen Registrierung herunterladen!

Schritt 2: Sonde vorbereiten

Die Sonde wird geöffnet indem man an den folgenden beiden Stellen die Klammern zusammendrückt. Manchmal ist es hilfreich dazu zwei Feinmechanik-Schraubendreher zu verwenden.

Schritt 3: Software installieren

Die Software läuft auf allen Windows-PC ab Windows 7. Man installiert der Reihe nach die ST-LINK Treiber (STSW-LINK009) und dann die STM32 Programmiersoftware (STSW-LINK004). Wenn man den ST-LINK V2 Adapter an den USB-Port anschließt und die Software öffnet, wird vermutlich ein Firmwareupgrade benötigt. Sollte dies angezeigt werden, installiert und startet noch die Firmware-Software (STSW-LINK007)

Schritt 4: Verbindung zur Sonde herstellen und programmieren

Schauen wir uns erstmal die Belegung des Sondensteckers an:

1 - GND
2 - Uart3 Rx
3 - Uart3 Tx
4 - PB1 (10k + cap + 10k)
5 - Vcc (Boost out) 5.0V
6 - VBAT 3.3V
7 - RST
8 - SWCLK
9 - SWDIO = SWID
10 - GND

PS: Die Bezeichnungen der Belegung habe ich der Seite vom OM3BC entnommen. Weiterführende Erklärungen dazu habe ich leider nicht.

Zum Programmieren der Sonde benötigen wir nur die folgenden Pins an der Sonde:

1 - GND
8 - SWCLK
9 - SWDIO = SWID

Pin 5 (Vcc (Boost out) 5.0V) kann zur Stromversorgung während des Flashens benutzt werden. Dann wird die Sonde über den ST-LINK Adapter mit Strom versorgt. Ich lasse diesen Pin aber immer weg und nutze die eigene Stromversorgung der Sonde über die zwei Mignonbatterien. Das macht es meiner Meinung nach einfacher.

Die Belegung des ST-LINK V2 Adapters hängt von der Bauform ab. Hier sind beispielhaft zwei Varianten mit ihrer Belegung zu sehen:

Da ich den rechten Adapter besitze, beschreibe ich dessen Anschluss. Bei anderen Modellen bitte die jeweilige Pinbelegung beachten.

Verschaltung RS41 mit dem ST-LINK Adapter

Sonde - Funktion - Pin ST-Link
V2:

1 - GND - 7
8 - SWCLK - 4
9 - SWDIO - 7

Die Pins verbindet man z.B. mit Jumperkabeln. Achtung, bei der Sonde kann es unter Umständen eng werden, da der Stecker 2,0mm Raster hat.

Man verbindet nun den verkabelten ST-LINK Adapter (z.B. mit einem USB-Verlängerungskabel) mit dem PC, wo die Software installiert wurde, und öffnet das STM32 ST-LINK Utility. Hier klickt man nun auf das dritte Symbol von links, „connect to the target“. Nun erscheint eine Warnmeldung dass der Speicher nicht gelesen werden kann.

Can not read memory!
Disable Read Out Protection and retry.

Der Speicher der Sonde ist von Haus aus für das Auslesen geschützt. Um den Schutz aufzuheben, geht man im Menü oben nun unter TARGET > OPTION BYTES und stellt die „Read Out Protection“ auf „Disabled“. Weiterhin muss man unten den Schreibschutz der Sektoren aufheben. Dazu entfernt man alle Häkchen im Abschnitt „Flash sectors protection“ oder klickt auf den Button „Unselect all“. Anschließend schließt man das Fenster mit „Apply“.

Nun lädt man über das Menü FILE > OPEN FILE die zu schreibende Datei „RTTY.HEX“. Sie wird in einem zweiten Reiter neben dem Reiter „Device Memory“ dargestellt.

Anschließend programmiert man die Datei über den Menüpunkt „TARGET > PROGRAM“ in die Sonde. Man kann die geschriebenen Daten auch noch verifizieren lassen, wenn man anstatt „PROGRAM“ den Punkt „Program & Verify“ auswählt.

Mit dem vierten Button trennt man nun die Verbindung zur Sonde und der Vorgang ist damit beendet. Die Sonde ist umprogrammiert.

Schritt 5: Neue Sondensoftware konfigurieren

Um die Sonde zu programmieren schließt man die Sonde über den USB/TTL Wandler an den PC an und verbindet sich mit einem Terminalprogramm auf die Sonde.

Für den Anschluß an den PC benötigt man die folgenden Anschlüsse an der Sonde:

1 - GND
2 - Uart3 Rx
3 - Uart3 Tx

Über den Pin 6 „3.3V“ kann man die Sonde optional über den USB/TTL Wandler mit Strom versorgen. Dann sollte man darauf achten, dass der Wandler auch eien 3,3V Ausgang hat und man diesen Pin benutzt. Manche Wandler haben auch Ausgänge für beide Spannungen, 3,3V und 5,0V. Wie auch beim ST-LINK Adapter reicht es aber aus, die Sonde über die zwei Mignonbatterien mit Strom zu versorgen.

Man verbindet nun die drei Pins auf der Sonde mit den entsprechenden Pins am USB/TTL Wandler. Anschließend startet man sein Terminalprogramm mit einer seriellen Verbindung und einer Geschwindigkeit von 9600 baud auf den COM-Port des Wandlers (siehe Windows Gerätemanager sofern COM Port nicht bekannt). Ich empfehle dazu das bekannt Programm „PUTTY„.

Man öffnet Putty, klickt unter „Connection Type“ auf „Serial“, trägt unter „Speed“ die Baudrate „9600“ ein und wählt unter „Serial Line“ den passenden COM-Port (in meinem Beispiel „COM7“.

Es öffnet sich nun ein schwarzes Terminalfenster. Wenn man die Sonde jetzt einschaltet, erscheint eine kurze Beschreibung des Programmes und ein Prompt.

Hier kann man nun alle möglichen Befehle eingeben, z.B. „help“ – das listet alle verfügbaren Befehle in Englisch auf. Diese sind in der Regel selbsterklärend.

Änderungen müssen mit dem Befehl „SAVE“ gespeichert werden und werden dann auch quittiert. Können die neuen Werte nicht gespeichert werden, hat man eventuell vergessen den Schreibschutz von den Sektoren zu nehmen vor dem flashen. Dies würde mit einer Fehlermeldung angezeigt werden. Der Schreibschutz lässt sich nur durch erneutes – richtiges – flashen entfernen.

Packet Radio mit dem Kenwood TS-2000 unter Windows 10 64 Bit

Vorwort

Im Spätsommer 2018 habe ich mich etwas ausführlicher mit APRS beschäftigt und hatte dann auch mal wieder die Idee Packet Radio zu betreiben. In unserer Region existiert sogar noch ein 9k6 Einstieg bei DB0ZB. Ich habe mir dazu auch wieder ein TNC2multi besorgt. Aber dafür braucht man dann wieder ein extra Funkgerät mit Antenne. Da ich aber einen Kenwood TS-2000X im Shack stehen habe, das ein eingebautes KISS-TNC hat, hat mich wieder der Ehrgeiz gepackt dieses für Packet Radio zu verwenden. Antenne hängt ja eh ran und der TS-2000 läuft auch fast immer durch.

Die KISS-TNC’s von Kenwood funktionieren aber anders wie normale TNCs mit TF Firmware im Hostmode. Das TNC muss mit mehreren Befehlen erst initialisiert und KISS aktiviert werden. Und das jedes Mal wieder vor der Benutzung. Dazu gibt es auch diverse Anleitungen im Internet. Diese basieren aber in der Regel darauf, dass man das TNC mit dem (uralten) Programm KISSINIT.EXE initialisert. Leider ist es aber eine alte 16bit Anwendung, und damit nicht mehr lauffähig unter modernen Betriebssystemen wie Windows 10 64bit.

Wie initialisiert man nun das TNC? Erste Versuche mit PUTTY waren erfolgreich. Man kann PUTTY auch als serielles Terminal verwenden und sich damit im TNC einloggen. Dort kann man die Befehle alle manuell eingeben und anschließend sich mit PC/FlexNet und z.B. Paxon als Terminalprogramm einklinken. Das funktioniert, ist aber umständlich und nervig, da man die fünf Befehle alle immer wieder eintippen muß. Also musste eine andere Lösung her.

Chris OE5DXL meinte, ich sollte es mal mit UDPFLEX probieren. UDPFLEX ist ein Tool aus den dxlAPRS Tools bzw. APRSMAP und für diverse Plattformen erhältlich. Es kann das TNC initialisieren, aber es kann darüberhinaus noch viel mehr. Es kann die Daten vom/zum TNC auch in AXUDP wandeln und damit an andere Programme oder Rechner weiter reichen. Es ist damit universell einsetzbar, und das macht es auch so interessant.

Kommen wir nun zum Wichtigsten: Wie mache ich jetzt Packet Radio mit dem eingebauten TNC unter Windows 10 64 Bit?

Folgendes wird benötigt:

Hardware:

  • Kenwood TS-2000 oder ähnliches Gerät (es gibt diverse Geräte von Kenwood) mit eigebautem KISS-TNC
  • Serielles Verbindungskabel zum PC, ggf. mit Seriell/USB Wandler (9pol 1:1 Kabel weiblich/weiblich für TS-2000)

Software:

Menüeinstellungen Kenwood TS-2000

Zu allererst muss der Kenwood TS-2000 im Menü korrekt eingestellt werden, um ihn für Packet Radio zu nutzen:

  • 46 TNC-Band auf „SUB“
  • 47 Transferrate auf 9600bps oder 1200bps, je nach Einstieg
  • 48 DCD Sense auf TNC Band
  • 55 Packet Operation auf ON
  • 56 COM Connector Parameter auf z.B. 57600bps (kann nach Bedarf eingestellt werden)

Selbstverständlich muss auch noch der SUB-VFO auf die passende Frequenz eingestellt werden, auf welcher der örtliche Packet Radio Einstieg sendet. Ablage nicht vergessen bei Duplex-Digipeatern!

Man erstellt nun einen Ordner und kopiert dort UDPFLEX.EXE hinein, als Beispiel nehme ich den Ordner C:\PR

Weiterhin müssen wir noch ein paar Dateien erstellen. Eine Batch-Datei (*.bat) für den Aufruf von UDPFLEX mit den richtigen Parametern. Außerdem noch eine Textdatei mit den Initialisierungsbefehlen für das TNC. Damit wir wahlweise auch zwischen 1k2 und 9k6 PR wählen können, werden dafür getrennte Dateien erstellt.

Betrieb in 1200 Baud:

Inhalt der Datei PR1K2.BAT (Startdatei)

udpflex -t com3:57600 -i c:\pr\pr1k2.txt -U 127.0.0.1:12345:23456

Inhalt der Datei PR1K2.TXT (Enthält die KISS Befehle)

HB 1200
TX 17
SOFTDCD ON
KISS ON
RESTART

Betrieb in 9600 Baud:

Inhalt der Datei PR9K6.BAT (Startdatei)

udpflex -t com3:57600 -i c:\pr\pr9k6.txt -U 127.0.0.1:12345:23456

Inhalt der Datei PR9K6.TXT (Enthält die KISS Befehle)

HB 9600
TX 17
SOFTDCD ON
KISS ON
RESTART

Erklärung der UDPFLEX Parameter:

-t <com-port>:Baudrate = Gibt den verwendeten COM-Port und die verwendete serielle Übertragungsrate an (Einstellung im TS-2000 Menü beachten!)
-i <Dateiname> = Gibt die Datei an, welche die KISS Befehle zur Initialisierung des TNC enthält
-U IP-Adresse:TX-Port:RX-Port = Die Daten werden per AXUDP an den eigenen Rechner (IP-Adresse 127.0.0.1) gesendet. An Port 12345 sendet UDPFLEX, auf Port 23456 empfängt UDPFLEX die Daten.

Weitere Erklärung zum parameter -U:

In den meisten Fällen läuft der Packet Radio Client am selben Rechner, wo auch der TS-2000 angeschlossen ist. Deswegen werden die Daten auch an den gleichen Rechner gesendet (Loop Adresse 127.0.0.1). Es ist aber bei dieser Variante auch möglich mit getrennten PCs zu arbeiten. Z.B. im Shack steht der TS-2000, und im Wohnzimmer nutzt man einen PC mit PC/FlexNet und Paxon um PR zu machen. Die Rechner müssen nur über eine Netzwerkverbindung miteinander verbunden sein (LAN). Dann gibt man bei UDPFLEX die IP-Adresse des anderen Rechners an, und im PC/FlexNet auf dem Wohnzimmer-PC die IP-Adresse des Shack-PCs. Es ist darauf zu achten, dass die Firewall das nicht blockiert. Gegebenenfalls muss man dies explizit zulassen.
Zu den Ports ist zu sagen, dass man diese beliebig wählen kann, sie sollten nur nicht schon in Verwendung sein. Die von mir angegebenen Ports sind einfach zu merken und in der Regel ungenutzt, ihr könnt das aber beliebig variieren.

Und warum wird hier FlexNet per UDP angebunden und nicht per KISS?

Das ist eine berechtigte Frage. Ich habe es auch versucht nach der Initialisierung PC/Flexnet und das TNC direkt mit dem KISS Treiber zu verbinden. Allerdings lief das sehr unzuverlässig. Mal ging es, mal nicht. Ich konnte den Fehler nie richtig reproduzieren. Erst als ich es mit AXUDP versuchte, klappte es dauerhaft zuverlässig. Ich empfehle daher auch diese Variante zu verwenden.

Download der vier Dateien als ZIP-Archiv

Die Dateien können in den gleichen Ordner kopiert werden, wo UDPFLEX.EXE liegt, also z.B. C:\PR. Bitte nicht vergessen nach dem Download die BAT-Dateien anzupassen. Es müssen die korrekten Pfade sowie COM-Port und Baudrate ausgebessert werden.

Erster Start

Wenn man nun im Explorer beispielsweise die Datei PR9K6.BAT startet, erscheint ein Konsolenfenster mit folgendem Inhalt:

C:\PR>udpflex -t com3:57600 -i C:\pr\kiss9k6.txt -U 127.0.0.1:12345:23456
send init to tnc

Wenn Betrieb auf der Frequenz ist, kann man die dekodierten AX25 Pakete nun hier im Konsolenfenster beobachten. Wenn man den SUB-VFO ein- und ausschaltet, erscheint immer wieder das „send init to tnc“ erneut. Der TNC wird dadurch immer wieder neu initialisiert, auch wenn der TS-2000 mal versehentlich ausgeschaltet wurde. Das Fenster darf während des Packet Radio Betriebs nicht geschlossen werden!

PC/FlexNet konfigurieren

Wir entpacken das PC/FLexNet Archiv in einen Ordner, z.B. c:\flexnet32. Darin befindet sich dann unter anderem auch die Datei FLEXCTL.EXE. Diese Datei muss mit administrativen Rechnten gestartet werden. Also z.B. mit Rechtsklick und dann „Als Administrator ausführen“ auswählen. Der Einfachheit halber kann man auch über die Dateieigenschaften einstellen, dass die Datei immer mit administrativen Rechten ausgeführt werden soll: Rechtsklick > Eigenschaften > Kompatibilität > „Programm als Administrator ausführen“ Haken muss gesetzt werden. Damit erspart man sich den Rechtsklick bei FLEXCTL.EXE.

Wenn FLEXCTL.EXE gestartet wurde, erscheint das FlexNet Control Center

Man geht unter TOOLS > PARAMETERS, dort erscheint das Fenster für die einzelnen Kanäle.

Mit Rechtsklick auf die Zeile „0“ erscheint ein Kontextmenü und wir wählen „New Driver…“ aus. Es erscheint ein Auswahlfenster der verschiedenen Protokolle:

Man wählt „AXIP“ aus. Danach erscheint ein Konfigurationsfenster:

Hier trägt man nun die bekannten Daten ein und speichert mit OK ab:

General:
UDP-Port: TX-Port aus dem UDPFLEX Aufruf (erste Portangabe)
Destination: 1

Destination 1:
IP-Address: 127.0.0.1  (bzw. die entfernte IP-Adresse des PCs, wo der TS-2000 angeschlossen ist)
Port Number: RX-Port aus dem UDPFLEX Aufruf (zweite Portangabe)

PC/FlexNet ist hiermit fertig einegrichtet, die Portübersicht sieht nun so aus wenn alles funktioniert hat:

Terminalprogramm Paxon einrichten

Diese Anleitung dient für das Programm Paxon. Es können aber sinngemäß auch alle anderen Terminalprogramme verwendet werden, welche PC/FlexNet als Schnittstelle unterstützen.

Nach der Installation von Paxon startet man das Programm und geht unter EXTRAS > EINSTELLUNGEN

Im Reiter „Allgemein“ gibt man mit „Hinzufügen“ sein Rufzeichen und die zu verwendenden SSIDs an.

Im Reiter „Geräte“ fügt man nun das PC/FlexNet Interface hinzu mit „Hinzufügen“

Die Konfiguration ist nun beendet. Mit einem Klick auf „Verbinden“ startet man nun einen Connect. Es ist darauf zu achten, dann der „AXIP UDP“ Kanal ausgewählt ist.

CAT-Steuerung für Kenwood TS-2000 in WSJT-X

Ich besitze schon sehr lange einen Kenwood TS-2000 X und habe dafür ein Eigenbauinterface für digitale Betriebsarten, welches an der ACC Buchse angeschlossen ist. Vom Eigenbau-Interface gehen zwei Audio-Leitungen zur PC-Soundkarte und eine serielle PTT-Leitung zu einem RS232 Anschluss am PC. Die CAT-Steuerung übernimmt ein weiteres serielles Kabel vom TS-2000 zu einer weiteren RS232 Schnittstelle am PC. Dies funktioniert auch sehr gut mit diversen Programmen, unter anderem der Original Kenwood Steuersoftware ARCP-2000.

Leider gelang es mir nie, die CAT-Steuerung unter dem Programm WSJT-X von Joe Taylor K1JT zum Laufen zu bekommen. Und ich war damit laut diverser Berichte im Internet auch nicht alleine. Am 26.09.2018, als ich mich intensiver mit der Beta-Version 2.0 RC2 von WSJT-X beschäftigte, und ich auch im Internet nochmal nach dem CAT-Steuerungsproblem gesucht habe, fand ich einen Screenshot, der mir den Fehler offenbarte. Damit andere nicht auch so lange eine Lösung für das Problem suchen, möchte ich hier kurz die korrekten Einstellungen vorstellen.

 

Folgende Einstellungen sind vorzunehmen:

  • Rig = Kenwood TS-2000
  • Serial Port = <COM-Port> an den das CAT-Kabel am PC angeschlossen ist
  • Baud Rate = Passende Baudrate, siehe Einstellungsmenü Nr. 56 im TS-2000, „COM Connection“
  • Data Bits = Eight
  • Stop Bits = Two
  • Handshake = Hardware
  • PTT Method = RTS <COM-Port> mit dem die externe PTT verbunden ist
  • Mode = USB
  • Split Operation = None (kann man für Fox/Hound Mode anpassen)

Über den Button „Test CAT“ kann man die Funktion der CAT-Steuerung überprüfen. Sie muss gleich Grün werden. Falls eine Einstellung nicht stimmt, dauert es ein paar Sekunden und sie färbt sich Rot ein.

Hinweis: Theoretisch kann man die PTT-Steuerung auch über die CAT-Leitung schalten. Das funktioniert auch erstmal. Allerdings wird dann nur die Mikrofon-NF als Ausgangssignal verwendet. Da das Interface jedoch an der ACC-Buchse angeschlossen ist, muss die PTT auch über diese Buchse geschalten werden, damit die NF, welche über die ACC Buchse eingespeist wird, auch abgestrahlt wird.

Sollte man sein Interface an der Mikrofonbuchse angeschlossen haben, was allerdings technisch wenig Sinn macht, könnte man die PTT aber auch über die CAT-Steuerung steuern.

Update vom 22.02.2019: Ich habe den Screenshot erneuert mit verbesserten Einstellungen (Handshake = Hardware, „RTS=High“ entfernt)

dxlAPRS Tools Grundinstallation

Stand: 5. März 2019

Zur Vorbereitung des Empfangs von Wettersonden oder APRS mit den dxlAPRS Tools und einem SDR Stick ist eine Grundinstallation erforderlich, welche hier beschrieben werden soll. Die Angaben basieren auf der Nutzung eines RaspberryPi 2 oder 3 mit Raspbian als Betriebssystem. Es ist auch möglich die Tools auf anderen Linux-Systemen zu nutzen bzw. diese dort selbst zu kompillieren. Die Beschreibung kann für diese Anwendungsfälle sinngemäß genutzt werden.
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Wetterstation mit WeeWX und APRS.fi Anbindung

Schon seit längerem Betreibe ich zu Hause eine Wetterstation WX-2013 bzw. WH1080 mit diversen Sensoren. Bereits kurz nach dem Erwerb entschloss ich mich die Daten etwas besser nutzen zu können, im LAN per PC, Smartphone und Tablet. Nach etwas Recherche fand ich die Software WeeWX, welche unter http://www.weewx.com zu bekommen ist. Diese ist auch sehr gut dokumentiert und hat eine große Community.

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Motorola GM1200 als Funkrufsender

Eine kleine (Leidens-)Geschichte. Vielleicht hielft sie mal einem anderen weiter 🙂

Von einem befreundeten OM im OV, Alfred DL8NCE, erwarb ich im April 2018 zwei Motorola GM1200 Mobilfunkgeräte. Dazu musste ich lustigerweise erst zum FunkTag nach Kassel fahren und herauszufinden das er diese Geräte hat. Daraus dachte ich, wollte ich mir eventuell mal einen Repeater bauen – rein interessehalber. Aber es kam anders. Das Thema Funkruf (DAPNET) kam auf im OV (Interesse von DB3NF und DL3MRK). In der DAPNET Wiki ist auch ein schöner Beitrag darüber, wie man das schön mit einem RaspberryPi und z.B. einem GM1200 hinbekommt. Also entschloss ich mich das zu realisieren. Weiterlesen

Projekt Wires-X C4FM/FM Relais mit Yaesu DR1-XE

Im Sommer 2016 erwarb ich preiswert einen Yaesu Repeater DR1-XE. Was sollte ich nun damit machen? Ein eigenes Relais betreiben? Hmm, vielleicht, aber hier in Coburg gibt es ja schon eins. Also entschloss ich mich, mich etwas mehr mit der Materie zu beschäftigen. Besonders C4FM und Wires-X interessierten mich. Aber ich brauchte noch ein wenig was dazu. Also besorgte ich mir noch ein HRI-200 Wires-X Modem und einen FTM100DE Mobiltransceiver von Yaesu. Auch ein seperates Netzteil war vonnöten. Weiterlesen